Laut den offiziellen Zahlen der DIHK 2024 haben bundesweit mehr als 54.400 Teilnehmende eine IHK‑Fortbildungsprüfung abgelegt und sich damit bewusst für einen der anspruchsvollen, aber definitiv effektiven Karrierebausteine entschieden.
Doch mit welcher Quote werden diese Prüfungen bestanden? Wo liegen die größten Herausforderungen? Und was lässt sich aus den Zahlen für Lernstrategien, Personalentwicklung und Bildungsplanung ableiten?
Das möchte ich in diesem Blogbeitrag gerne beschreiben.
Mit 8.179 Teilnehmenden führt der Wirtschaftsfachwirt auch 2024 die Statistik an und bleibt damit weiterhin der Teilnehmerstärkste Fortbildungslehrgang. Dahinter liegen mit 7.449 Teilnehmenden die Industriemeister Metall, die sich in Industrie, Produktion und technischem Management nach wie vor enormer Beliebtheit erfreuen. Auffällig, aber nicht verwunderlich ist, dass viele der nachgefragtesten Abschlüsse sowohl kaufmännische als auch technische Kompetenzprofile verbinden. Kompetenzen müssen wie Zahnräder in einem Getriebe ineinander laufen und Technik ohne BWL ist genauso viel oder so wenig wie BWL ohne Technik.
Doch werfen wir einen Blick auf die Bestehensquoten:
Was die Zahlen sagen?
Die Zahlen widersprechen der weit verbreiteten Behauptung, IHK‑Prüfungen seien „nicht zu schaffen“. Tatsächlich bewegt sich der Großteil der Abschlüsse bei einer Bestehensquote zwischen 60 % und 80 % – also bei absolut realistischen Erfolgschancen.
Was erfolgreiche Teilnehmer anders machen?
In verschiedenen Gesprächen mit Bildungsträgern, Dozenten und erfolgreichen Absolventen zeigten sich drei gemeinsame Nenner:
- Struktur
Nicht die stundenlangen Wochenend-Lernsessions machen den Unterschied – sondern kontinuierliche, regelmäßige Lerneinheiten. Erfolgreiche Absolventen setzen eher auf „30 Minuten täglich“ statt „4 Stunden am Sonntag“. - Prüfungsorientierung von Beginn an
Wer von Beginn an weiß, wie eine Prüfung aufgebaut ist, welche Handlungsbereiche zählen und welche Bewertungslogik greift, lernt fokussierter – und vermeidet typische „Lernstreuverluste“. - Den Praxisbezug herstellen
Eine Fortbildung ist nie reine Wissensaufnahme. Entscheidend ist der Praxistransfer: Wie bringe ich das Gelernte in meinen Arbeitsalltag? Wer es schafft, das Gelernte mit der Praxis zu verknüpfen, besteht nicht nur – sondern besteht oft überdurchschnittlich gut.
Was Unternehmen aus den Zahlen ableiten können?
Unternehmen, die in qualifizierte Weiterbildung Ihrer Mitarbeitenden investieren, bauen nachhaltige Kompetenzen auf. Die Bestehensquoten zeigen klar:
- Teilnehmende mit guten bis sehr guten Leistungen haben eine strukturierte Arbeitsweise und ein hohes Maß an Durchhaltevermögen.
- Lernbegleitung ist wichtig! Sowohl bei Fortbilungslehrgängen als auch im Betrieb! Das ist auch macht messbar – Wenn Sie mehr darüber erahren wollen sprechen Sie Markus Bruckmeier gerne an.
- Fortbildungsstrategien lohnen sich besonders in Personalbereichen, Logistik, Technik und kaufmännischen Funktionsbereichen
Fazit: Eine gut begleitete Weiterbildung zahlt auf die gesamte Organisation ein.
Die offiziellen Zahlen zeigen klar: IHK‑Fortbildungsabschlüsse sind anspruchsvoll, aber planbar. Sie bieten echte Entwicklungspfade und klare Karrierechancen – sowohl für Mitarbeitende als auch für Unternehmen, die eine moderne Fachkräftestrategie verfolgen.
Wer die richtige Lernstrategie wählt, frühzeitig beginnt und auf praxisorientierte Methoden setzt, hat heute bessere Chancen denn je, die Fortbildung nicht nur zu bestehen, sondern wirklich zu meistern.
Über den Autor
Mit mehr als 23 Jahren Erfahrung in der Automobil-Zulieferindustrie und über 3.500 Stunden in der Erwachsenenbildung ist Markus Bruckmeier ein sehr erfahrener Dozent und unterstützt und begleitet angehende Industriemeister und Industriemeisterinnen, Industriefachwirte, Wirtschaftsfachwirte, Technische Fachwirte und Fachwirtinnen – Vor- Während und Nach Ihrer Aufstiegsfortbildung.

