Die 12 Grössten Fehler bei der Vorbereitung auf die Industriemeisterprüfung

Die Fortbildung zum Industriemeister oder zur Industriemeisterin ist mehr als nur ein Lehrgang – sie ist ein Türöffner für Karriere, Führungsverantwortung oder auch für mehr Gehalt. Doch viele angehende Industriemeisterinnen und Industriemeister stolpern meist über dieselben Fehler. 

Aus diesem Grund haben wir die 12 häufigsten Fehler für dich zusammengefasst – inklusive praktischer Tipps, wie du diese vermeidest.

1. Unklare Zielsetzung

Ohne ein persönliches „Warum“ fehlt  Dir der Antrieb. Definiere, was du mit der Meisterprüfung erreichen willst – beruflich, fachlich und privat. Dieses Ziel gibt dir den richtigen Fokus und die richtige Motivation um am Ball zu bleiben.

 

 

2. Keine Prioritäten setzen

Nicht alles ist gleich wichtig. Konzentriere dich auf Prüfungsinhalte, die häufig abgefragt werden, und arbeite mit dem Pareto-Prinzip: 20 % der Themen bringen 80 % der Punkte.

 

 

3. Fehlende Zeitplanung

Nicht „irgendwann“ sondern „Jetzt!“, Plane Zeitfenster für das Lernen verbindlich ein. Kleine, aber regelmäßige Lerneinheiten schlagen einen Last-Minute-Marathon. Blockiere die Zeit im Kalender, spreche es mit der Familie ab und halte dich so an deine Zeitschiene!

 

 

4. Fachtheorie wird unterschätzt

Auch Industriemeister brauchen ein solides theoretisches Fundament. Ohne Verständnis für betriebliche Prozesse, Technik und Recht entstehen gefährliche Lücken. Theorie gibt Dir die Handlungssicherheit in der Praxis und in der Prüfung!

 

 

5. NTG nur auswendig lernen, statt es zu verstehen

Ein Klassiker, den wir immer wieder sehen: Formeln werden auswendig gelernt, aber der Kontext wurde nicht begreifen.
NTG ist kein Rechenfach, sondern angewandtes Denken. Wer die Zusammenhänge von Physik, Chemie, Mathematik und Technik versteht, meistert auch die Prüfung auf Anhieb!

 

 

6. Passives Lernen

Ein Buch lesen und den Inhalt vergessen ist kein Lernen! Auch wenn wir das häufig so verstehen… Diskutiere mit Lernpartnern, auch mit deiner Frau oder deinem Mann und erkläre die Inhalte verständlich oder teste dich selbst. Wer die Inhalte erklären kann, hat diese in aller Regel auch verstanden. So verankerst du dein Wissen nachhaltig.

 

 

7. Alte Prüfungsfragen ignorieren

Verzichte nicht auf die größte Quelle strategischer Vorbereitung: Alte Prüfungsaufgaben. Sie zeigen dir wie eine Prüfung aussieht, deren Struktur sowie die Gewichtung der Themen.

 

 

8. Zu spät starten

„Ich lerne besser unter Druck“ – das sagen viele, die dann auf Lücke lernen müssen. Eine frühe und ausreichende Vorbereitung schafft Routine und nimmt die Angst vor der Prüfung.

 

 

9. Fehlende Prüfungsstrategien

In der Prüfung zählt nicht nur Wissen, sondern auch das Wissen in der notwendigen Zeit abzurufen. Entwickle deine eigene Strategie: Welche Aufgabe zuerst? Wie viel Zeit pro Aufgabe? So kann in der Prüfung nichts schieflaufen.

 

 

10. Fehlende Reflexion

Ohne Feedback merkst du nicht, wo du stehst. Nutze Dozenten, Lernplattformen und Simulationen, um deinen Lernfortschritt regelmäßig zu überprüfen und gezielt zu steuern.

 

 

11. Kein mentales Training

Viele scheitern nicht an Wissen, sondern an der eigenen Nervosität. Mentale Vorbereitung – Atemtechniken, Visualisierung, positives Selbstgespräch – als das sind Methoden die Dir Ruhe und Konzentration verschaffen. In den schriftlichen Prüfungen wie im Fachgespräch.

 

 

12. Kein roter Faden im Fachgespräch

Wenn du eine Präsentation gestalten musst, entwickle einen roten Faden das schafft einen guten Überblick und lässt dich professionell und selbstbewusst wirken. Wenn du ein „reines“ ohne Fachgespräch (keine Präsentation) hast, also 3 Prüfer oder Prüferinnen die ein 45-60 minütiges Gespräch mit Dir führen, dann antworte auf die Fragen ausgiebig und mit Fachbegriffen, die Du auf Nachfrage natürlich auch erläutern kannst!

 

 

13. Bonustipp: Frage bei Deiner IHK nach, welche Art von Fachgespräch du hast!

Jede IHK und jede Fachrichtung hat eine eigene Prüfungsverordnung. Das bedeutet, dass Du dich im Vorfeld mit dem für Dich zuständigen Prüfungskoordinator oder der für dich zuständigen Prüfungskoordinatorin in Verbindung setzen solltest und nachfragen ob eine Präsentation mit anschließendem Fachgespräch oder ein 45-60 minütiges Fachgespräch stattfindet. Somit kannst du dich vollständig vorbereiten und wirst nicht vor vollendete Tatsachen gestellt!

Über den Autor

Mit mehr als 23 Jahren Erfahrung in der Automobil-Zulieferindustrie und über 3.500 Stunden in der Erwachsenenbildung ist Markus Bruckmeier ein sehr erfahrener Dozent und unterstützt und begleitet angehende Industriemeister und Industriemeisterinnen, Industriefachwirte, Wirtschaftsfachwirte, Technische Fachwirte und Fachwirtinnen – Vor- Während und Nach Ihrer Aufstiegsfortbildung.

Erfahrungen & Bewertungen zu Markus Bruckmeier

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